Vorwort

Bye Wix

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

dies war die Zeit letztes Jahr, als ich meine Webseite für die Öffentlichkeit gestartet habe. Um diese Gelegenheit zu feiern, habe ich mich entschieden, eine Generalüberholung der Seite zu machen. Aber diesmal wollte ich eine echte Webtechnologie verwenden, und nicht das grafische drag-and-drop Werkzeug (z.B. Wix), das ich bisher genutzt habe. Ich wollte diese Technologie einfach benutzen und dass sie einfach bleibt. Es wäre auch am besten, wenn man damit in einem vernünftigen Zeitraum eine tatsächliche Webseite bauen könnte. Wix hat natürlich Vorteile, z.B. es hat extrem einfache Verwendung, man braucht keine Webtechnologiefähigkeit eine nett aussehende Webseite zu bauen, aber, ehrlich gesagt, über eine lange Zeitspanne startete mich diese Dienstleistung zu hindern. Ich werde darüber ein bisschen später berichten. Also, was für eine relativ einfache Webtechnologie es gibt, mit der ein IT-Liebhaber wie ich ganz schnell starten kann, aber es ist auch nicht zu einfach. Die richtige Antwort für mich ist Jekyll. Was ist das? Wofür ist es gut? Lies weiter, um das herauszufinden!

Motivation hinter dem Ersatz

Bevor die Diskussion über Jekyll gestartet werden kann, soll ich zuerst darauf hinweisen, warum ich mich entschieden habe, mich von Wix zu entfernen. Alle Leute, die Wix nicht kennen, sollen sich vielleicht darüber auf der dazugehörigen Wikipedia-Seite informieren. Also, lass uns zu meinen Gründen meiner Abkehr zurückkehren: vermutlich die schlechteste Sache über Wix ist das stärkste Verkaufspunkt dieser Dienstleistung: der Editor. Man kann jetzt es fragen, wieso sei es so? Ich habe es früher gesagt, dass man Wix einfach benutzen kann, man braucht dafür keine besondere Fähigkeit, aber ich auch glaube, dass das Problem genau hier ist. Wenn etwas so viel für Einfachheit entworfen ist, werden es zwangsläufig Leute geben, die den Durchsatz über die Einfachheit bevorzugend gehindert werden. Ich bin einer dieser Menschen.

Also, lass uns ein paar Einzelheiten sehen. Wie Sie es zweifellos wissen, werden persönliche Webseiten in den meisten Fällen für die Teilung der Informationen mit der Welt genutzt. Um neue Beiträge zu teilen, benötigt man den Webseite-Editor regelmäßig zu besuchen, deshalb kann man die Einfachheit der Beteiligung der Beiträge als eine wichtige Sache halten. Und dies ist, wo die Schwäche von Wix gezeigt wird. Um einen neuen Beitrag in Wix veröffentlichen zu können, soll man mindestens durch vier Klicks gehen (mehr, wenn man sich auch anmelden muss). Das wäre kein Problem, aber um den Webseite-Editor einzuspielen, braucht man 15 Sekunden (und 250 MB RAM) an einem mobilen i5 Prozessor mit Breitbandzugang. Aber es ist nicht genug, weil um auch den Beitrag-Editor einzuspielen, braucht man weitere 10 Sekunden (und weitere 100 MB RAM). Es kann für die ersten Fälle nicht so störend sein, aber jedes Mal zirka eine halbe Minute zu warten, wenn man nur einen neuen Beitrag schreiben will (angenommen, dass man nur einen pro Fall schreibt), kann sehr schnell mühsam werden.

Wie es schon geschrieben ist, ist der Editor ganz ressourcen-hungrig, also sogar einfache Tätigkeiten, wie die Bearbeitung der Texten, werden als träge empfinden. Man könnte vielleicht damit leben, wenn diese Dienstleistung ganz kostenlos wäre, aber es ist nicht so. Und hier sind wir bei dem dritten(?) wichtigen Problem angekommen: die Kosten. Wix ist kostenlos nur bis man nichts anderes als eine Webseite bauen will. Wenn man zusätzliche Sachen machen will, wird Wix beträchtlich mehr kosten. Was seien diese zusätzlichen Sachen, könnte man es fragen. Tatsächlich, nichts besonderes: nur die Gelegenheit, die neue Webseite anstatt zur langen und unprofessionellen Wix-Domain zu einer eigenen Domain zu verbinden. Diese kleine Sache wird die Geldtasche eines mit 4.5 Euro pro Monat (im Zeitpunkt dieser Mitteilung) leichter machen. Dieses Wix-Packet enthält auch 500 MB Speicherplatz, 1 GB Bandweite und die immer noch unentfernbaren Wix Werbungen auf Ihrer Seite. Möchten Sie vielleicht die Werbungen entfernen? Kein Problem, nur fügen Sie zusätzliche 4 Euro zu den Kosten hinzu (schon 8.5 Eur pro Monat). Mit diesem nächsten Packet bekommt man auch 3 GB Speicherplatz und 2 GB Bandweite, die man nicht eindeutig braucht.

Es ist schon ganz klar, dass Wix jedoch einfach benutzt werden kann, und man damit eine Webseite schnell bauen können wird, kostet diese Dienstleistung sehr viel für ansonsten einfache Sachen. Ich kann es verstehen, dass Wix die Entwicklung und die Verwaltung der Server und dieses ausgezeichneten Webseitenbauwerkzeugs, die sie regelmäßig aktualisieren, finanzieren möchte, und deshalb protestiere ich nicht gegen die Preisen. Ich sage es nur, dass die Möglichkeit etwas einfach zu benutzen, viel kosten kann. Wegen dieser Sachen und der kommenden Frist der Diensterneuerung habe ich mich entschieden, von Wix abzukehren. Aber wohin? Wenn man Zweifel hat, sage ich, frage deinen Bruder, und ich habe natürlich so gemacht.

Eine alternative zu Wix

Er hat mir Jekyll empfohlen, also ich habe mich zuerst darüber informiert. Jekyll ist, naja, einfach gesagt ein einfaches, blogfähiges, statisches Code erzeugendes Programm für Webseiten. Noch einmal, ich empfehle die dazugehörige Wikipedia-Seite zu lesen. Die kurze Version ist: Jekyll erzeugt ein Satz von html Dateien aus Markdown formatiert Textdateien, CSS- (oder optional Javascript) Dateien und vorkonfigurierte Belegungsdateien, oder zusammenfassend aus Themen. Manche Nachteile dieser Technologie sind: sie baut eine sehr schnelle Webseite (keine Datenbank wird im Hintergrund genutzt), git kann als Versionskontrolle für die Webseitenquelldateien genutzt werden, man soll nur Textdateien hinzufügen und bearbeiten, um einen neuen Beitrag auf die Webseite hinzuzufügen, Markdown kann für die Formatierung der Beiträge genutzt werden.

Im weiteren soll man die Webseite nicht von Grund auf bauen, weil es sehr viele Vorlagen für Anpassung zur Verfügung steht. Diese Vorlagen ermöglichen eine Webseite sehr schnell und einfach zu bauen. Tatsächlich, nachdem ich eine passende Vorlage gefunden hatte, brauchte es weniger Zeit damit meine Webseite zu bauen, als mit Wix.

Alle diese Sachen können einfach so klingen, dass Jekyll das beste Werkzeug in der Welt ist, aber ich muss alle enttäuschen. Auch Jekyll hat seine Nachteile. Zum Beispiel, ich konnte keine einfache Methode finden, in einem Beitrag die Größe oder die Position der Bilder zu ändern. Die Einfügung der Bilder ist im Allgemeinen auch ein bisschen mühsam (ein eigener Hyperlink muss für jedes Bild eingefügt werden). Weiterhin, es braucht ziemlich viel Zeit, die Grundlagen der Konfigurationsdateien zu verstehen, und dieses Verständnis ist zweifellos nötig, eine komplette Anpassung machen zu können. Auch, wenn es einen Bug in der Vorlage gibt, ist man auf sich allein gestellt und man soll den Bug selbst reparieren, außer dass der Entwickler der Vorlage helfen will (auch ich hatte Probleme mit meiner Vorlage). Außer dieser Sachen habe ich jetzt keine anderen Beschwerden. Kosten hängen davon ab, was man braucht. Wenn man eine Github-kompatibel Vorlage hat, kostet das Webhosting gar nichts, weil Github Jekyll direkt unterstützt.

Wenn man andere Vorlagen braucht, muss die Webseite wahrscheinlich anderswo gehostet werden. Kosten können viel schwanken, aber ich möchte es auch hervorheben, dass es heutzutage nicht so schwer ist, ein spottbilliges Webhosting zu finden, wo billig wirklich billig bedeutet (weniger als 10$ pro Jahr). Es ist ganz einleuchtend, dass es bezahlbarer als z.B. Wix ist, aber offensichtlich gibt es Kompromisse: man soll das Hosting selbst erledigen, neue Dateien manuell hochladen, die Vorlagen bearbeiten/reparieren, usw. Doch wenn man bedenkt, dass diese Annäherung billiger ist, und besonders, die Hinzufügung eines Beitrags nur eine Frage der Eröffnung des Texteditors und der Angabe eines einfachen Befehls auf der Kommandozeile ist, ist das ein angenehmenes Bild. Falls Sie computerbewanderter als die durchschnittliche Person sind, empfehle ich diese Annäherung ganz wohl. Ich konnte eine jekyllbetriebene Webseite in weniger als eine Woche anpassen und einsetzen (einschließlich der Migration der Beiträge, die auch eine Umformatierung brauchten). Wix war gut, meine erste Webseite zu bauen, aber nun ist es an der Zeit, den Weg fortzusetzen.

Fazit

Worauf ich aus allen diesen Sachen folgern kann, dass heutzutage die Einsetzung einer persönlichen Webseite keine Raketentechnik ist. Man soll sich nur setzen, sich ein bisschen informieren, sich entscheiden über die zu nutzende Technologie, und endlich soll man damit beginnen.

Mal wieder, vielen Dank für das Lesen.