UPDATE:
Manche Bildschirmabdrucke wurden für Demonstrationszwecke hinzugefügt.
Liebe Leserinnen, Liebe Leser,
in diesem Beitrag möchte ich einige Gedanken über die Nutzbarkeit eines alten Raspberry Pi Model B teilen. Ich habe das früher als ein Geschenk bekommen, und um mich schnell damit auf Trab zu bringen, habe ich zuerst Raspbian als das Betriesbssystem ausgewählt, weil das das offizielle Betriesbssystem dieser kleinen Einplatinencomputer ist. Lange Rede, kurzer Sinn habe ich mich etwas später entschieden, nach einer anderen Distribution zu suchen, weil ich dieses System für diese kraftlose kleine Maschine für etwas zu Schwergewichtiges halte. Meine andere offensichtliche Alternative war Gentoo, weil ich mich mit diesem System ganz gut auskenne, und das kann für spezifische Hardware und Umgebungen sehr gut angepasst werden.
Mit meinem neuen und sehr leichtgewichtigen System startete ich zu basteln, aber diese Maschine hat sich so leichtgewichtig herausgestellt, dass es weder ein Printserver (es dauerte eine Ewigkeit, eine Seite zu drucken) noch ein Musik-Player (der Analogausgang ist nicht so gut) befriedigend ausführen konnte. Am Ende habe ich mich entschieden, dieser Rechner auf meinem lokalen Netzwerk als ein einfacher, sicherer Datenserver zu benutzen, weil dadurch die Erstellung von lokalen freigegebenen Ordnern auf dem Hauptcomputer vermieden werden können. Ehrlich gesagt war Gentoo für eine so einfache Aufgabe nicht die Mühe wert. Um das “Package Merging” und Paketaktualisierung auf dem RPi wesentlich schneller (aka nutzbar) zu machen, habe ich mein Laptop als ein provisorischer distcc-Server auch benutzt. Nicht falsch verstehen: die Einstellung von distcc war sehr nett. Das hat mir auch gefallen, wenn ich die individuelle Übersetzungseinheite des RPis in temp-Ordner meines Laptops erscheinen und verschwinden sehen konnte. Als es früher erwähnt wurde, war die zusätzliche Mühe, die aus dem Bedarf von 32 bit GCC Pakete auf meinem Hauptsystem stammt, nicht wert.
Am Ende ist es nicht überraschend, dass ich in Kurzem die Systemaktualisierungen auf meinem RPi zu verschieben startete, und letztendlich sie völlig stoppte. Ein ungepatchtes System ist natürlich eine schlechte Idee, und deswegen startete ich letzte Woche nach eine Alternative suchen, die meine Anforderungen bestehen kann. Das System soll wirklich leichtgewichtig und einfach instandhaltbar sein. Glücklicherweise habe ich DietPi gefunden, das scheinte meine Anforderungen zu erfüllen. Ich war sehr glücklich, wenn ich das bemerkt habe, dass sich das Grundabbild von DietPi den Gentoo Stage-Paketen ähnelt, weil es nur ein extrem minimalistisches System bereitstellt, das später während des Setup-Prozesses erweitert und angepasst wird. Dieses Grundabbild ist tatsächlich so minimalistisch, dass es wenig mehr als ein Gerüst anbietet, auf das der Rest des Systems aufgebaut werden kann. Genauso wie Gentoo. Ich war von dem Setup-Prozess auch begeistert, weil eine direkte Verbindung einer Tastatur oder eines Bildschirms komplett vermieden werden konnte. Man braucht nur ein eingestecktes Leistungskabel und Cat5, um die ganze Installation auszuführen, weil nach dem Kopieren des Systemabbilds auf die SD-Karte das ganze Installation rechnerfern verwaltet werden kann. Das ganze Verfahren ist eindeutig, und wenn das System an den optimalen Einstellungen (mithilfe dietpi-config) geschraubt war, war das gebrauchsvertig.
Die Instandhaltung des Systems ist gleichermaßen einfach. Das System sucht regelmäßig nach Aktualisierungen, und dann zeigt es eine rot hinterlegte Meldung auf die Startseite.
Die DietPi Startseite, die den Nutzer über vorhandene Aktualisierungen informiert
Das Kommando ‘dietpi-update’ wurde ausgeführt
Eine neugestartete DietPi Maschine nach der Aktualisierungen
Alles in allem scheint dieses System für diesen Zweck ganz nett zu sein, und ich werde eine Weile dabei bleiben.
Wie immer, vielen Dank fürs Lesen.